• Mediation ist eine außergerichtliche Form der Konfliktbearbeitung mit dem Ziel, eine für alle Seiten vorteilhafte und zukunftsorientierte Regelung zu finden. Dabei unterstützt der Mediator die Parteien, in dem er als neutraler Dritter durch das Verfahren führt und ihnen ermöglicht, eine passende Lösung zu vereinbaren. Der Mediator entscheidet nicht, die Parteien entwickeln eigenverantwortlich eine interessensgerechte Lösung. Die Mediation wird mit einer rechtsverbindlichen Vereinbarung abgeschlossen. Mediation ist eine schnelle und kostengünstige Lösung, mit dem Vorteil, dass die Verhandlung und deren Ergebnis in den Händen der Parteien bleibt.
  • Mediation kann eingesetzt werden
    • in der Familie (z.B. Ehe, Trennung, Scheidung)
    • bei generationsübergreifenden Konflikten (z.B. Erbangelegenheiten, Gesundheitsbereich)
    • bei bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten (z.B. Nachbarschaftsrecht, Mietrecht)
    • in der Schule (z.B. Streitigkeiten zwischen Schülern Lehrern, Eltern)
    • bei Konflikten im Wirtschaftsleben und in der Arbeitswelt

 

  • Elder Mediation ist eine Form der Mediation, die sich speziell mit den Belangen, Anliegen und Themen älterer Menschen befasst. Es handelt sich hierbei um eine Mediation mit alterspezifischen Themen, die auch präventiven Charakter haben kann. Sie bringt Familien an einen Tisch und spricht absehbare oder befürchtete Entwicklungen (z.B. Pflegebedürftigkeit, Umzug) an, um Lösungsstrategien zu entwickeln.

 

  • Die Kurzzeitmediation ist eine eigene Form der Mediation. Sie ermöglicht den Parteien in einer einzigen Sitzung zu einer Vereinbarung zu gelangen. Dabei sorgt der Mediator für ein präzises Zeitmanagement sowie eine konzentrierte Prozessführung, damit die Kurzzeitmediation für alle Seiten zu einem positiven Ergebnis führt.

 

  • Mediation im Jugendstrafrecht für eine positive Beeinflussung und Veränderung der Lebensführung des Jugendlichen unter Zuhilfenahme der Angebote des SGB VIII sowie Vermittlung im Täter-Opfer-Ausgleich.